Mittwoch, 31. Januar 2018

Auslosung des Gewinnspiels zur Blogtour "Die Oleanderfrauen"












Uns hat die Blogtour zu diesem Herzensbuch sehr viel Freude gemacht und ich möchte mich an dieser Stelle für Eure interessanten Kommentare, aber vor allem beim Heyne Verlag und Teresa Simon für die Bereitstellung der Verlosungsexemplare bedanken.

Wir haben dieses Mal sehr viele Gewinne auslosen dürfen und jeweils einen Bloggewinner gezogen. 

Ein Exemplar des Buches "Die Oleanderfrauen" hat auf Zwiebelchens Plauderecke

Jennifer Siebenthaler 

gewonnen.

Schaut auch gleich einmal auf allen anderen der teilnehmenden Blogs nach. Hier besteht für Euch noch drei Mal die Chance auf einen Buchgewinn.


Die Hauptgewinne wurden unter allen Teilnehmern der Blogtour ermittelt. 
Das Los für je ein handsigniertes Exemplar von "Die Oleanderfrauen" plus einer kleinen Spezialität eines privaten Kaffeerösters fiel auf:

Christiane Herrmann

Petra Pugliese


Elke H.




Herzlichen Glückwunsch!

Bittet sendet Eure Anschriften an julie.gross85@gmail.com, damit sich die Gewinne auf den Weg machen können.

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß mit den Oleanderfrauen. Vielleicht gebt ihr ja uns bzw. Teresa Simon eine kurze Rückmeldung, wie Euch das Buch gefallen hat.


Montag, 29. Januar 2018

Rezension "Todsünde: Thriller (Rizzoli-&-Isles-Serie, Band 3)" von Tess Gerritsen - Blanvalet Verlag

Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (20. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734105889
ISBN-13: 978-3734105883
Originaltitel: The Sinner (Rizzoli & Isles 3)
D: 10,99 Euro









Inhalt:


Der dritte Fall für Rizzoli & Isles – von Weltklasseautorin Tess Gerritsen!

In einem Kloster nahe Boston ist die Novizin Camille Maginnes brutal erschlagen worden. Bei der Autopsie findet die Pathologin Maura Isles heraus, dass die junge Frau kurze Zeit vor ihrem Tod entbunden haben muss – doch von dem Kind fehlt jede Spur. Dann wird eine zweite Frauenleiche gefunden, bei der Maura Anzeichen für eine frühere Lepra-Erkrankung feststellt. Detective Jane Rizzoli und Maura Isles vermuten eine Verbindung der beiden Fälle. Und die Entdeckung eines grausamen Geheimnisses gibt ihnen auf schreckliche Weise Recht …
Quelle: Amazon


Die Autorin:


Sie schreibt knallharte Thriller, unter die Haut gehende Krimis und gilt international als Meisterin der Spannung. Dabei hat die in San Diego aufgewachsene Tess Gerritsen gar nicht vorgehabt, Schriftstellerin zu werden. Nach einem Medizinstudium und anschließender Tätigkeit als Internistin in Honolulu, Hawaii, schien ihre Laufbahn festgelegt. Während ihres Mutterschaftsurlaubs schrieb sie dann eine Kurzgeschichte, die sofort prämiert wurde. Damit stellten sich die Weichen ihres Lebens neu. Ihre Karriere als Medizinerin hat sie mittlerweile an den Nagel gehängt und ist „Vollzeitautorin“. Privat liebt sie es eher friedlich: Nach ihren Hobbys befragt, nennt sie Gartenarbeit und Musik. Gerritsen lebt mit ihrem Mann und ihren Söhnen in Camden, Maine.
Quelle: Amazon




Rezension:


Neben den aktuellen Thrillern von Tess Gerritsen tauche ich gern auch einmal wieder in die älteren Teile rund um das Team von Rizzoli & Isles ein. Im November 2017 wurde "Todsünde" vom Blanvalet Verlag als Taschenbuch neu aufgelegt. Also eine gute Gelegenheit, um in die "Vergangenheit" zu reisen.

Es ist ein eigenartiges Gefühl, in einen Zeitraum einzutauchen, in dem noch eine große Distanz zwischen den beiden Frauen herrschte. Gleichzeitig ist dieser 3. Band der Auftakt einer persönlichen Annäherung zwischen Jane und Maura und ihre Beziehung steht einmal mehr im Vordergrund. Deswegen sind die Ermittlungsarbeiten und der aktuelle Mordfall nicht weniger spannend.

Tess Gerritsen versteht es immer wieder informative Fakten mit kriminalistischen Ermittlungen zu verbinden. Dabei nimmt sie kein Blatt vor den Mund und als Leser sollte man sich auf eine sehr deutliche Sprache einstellen. Tathergänge und die Arbeit in der Rechtsmedizien werden recht bildhaft und eindringlich beschrieben. Auch wenn sich die Autorin in diesem Buch ein wenig zurücknimmt, bleibt die Düsternis und der Schrecken der Taten bestehen.

In "Todsünde" verschmelzen mehrere Fälle miteinander. Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Egozentriken  treffen aufeinander, mit sehr unschönen Auswirkungen und dem Tod Unbeteiligter. Die Schicksale der Opfer bewegen. Allerdings bewegt sich Band 3 eher in ruhigerem Fahrwasser als seine Vorgänger. Der Spannungsbogen blieb gleichmäßig, aber ohne besondere Höhen. Die persönliche Entwicklung der beiden Protagonistinnen steht hier in einem größeren Focus als die Mordfälle selbst. Dennoch fühlte ich mich sehr gut unterhalten.

In Reihen spielt für mich das persönliche Umfeld der Ermittler eine große Rolle und diesen Nerv hat die Autorin hier sehr gut getroffen. Im Hinblick auf die weiteren Bände sind auch diese Handlungsstränge - fernab vom eigentlichen Thriller - wichtig. 
Die Aufklärung der Fälle war teilweise überraschend und lässt sich am Ende nicht wirklich in schwarz und weiß unterteilen. So kommen die Ereignisse der Realität sehr nahe und lassen den Leser  mit vielen Gedanken zurück.



Freitag, 26. Januar 2018

Rezension "Die Oleanderfrauen" von Teresa Simon -- Heyne Verlag




Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (9. Januar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453421159
ISBN-13: 978-3453421158
D: 9,99 Euro






Inhalt:



Was, wenn die Liebe alle Schranken durchbricht?

Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen.
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.
Quelle: Amazon




Rezension:


Nach "Die Frauen der Rosenvilla" und "Die Holunderschwestern"  hat sich Teresa Simon mit "Die Oleanderfrauen" noch ein weiteres Stückchen in mein Herz geschrieben. Nein, so ganz richtig ist das eigentlich nicht. Sie gehörte bereits vorher zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen, schreibt sie doch noch jede Menge weiterer wundervoller Bücher unter verschiedenen Pseudonymen. 
Seht es mir also nach, wenn ich beim Schreiben ein wenig ins Schwärmen gerate. Jedoch haben die Bücher dies auch verdient und sind zu wahren Herzensschätzen geworden.


Mit "Die Oleanderfrauen" erwartet Euch ein großes Familienepos, das von den Zeichen der Zeit und Geschichte sowie einer großen Kaffeedynastie geprägt ist. Zwei Zeitebenen und mehrere Familiengenerationen bestimmen die Handlung. Wir erleben Hamburg in den Jahren zwischen 1936 und 2016.
Auf faszinierende Weise schürt die Autorin unseren Forscherdrang und nimmt uns mit auf eine Reise durch die Zeit. Sie scheut sich nicht, ihre Geschichten immer wieder im Handlungszeitraum der düstersten Periode deutscher Geschichte anzusiedeln. 

Neben guter Unterhaltung und emotionalen Achterbahnfahrten beeindruckte mich erneut die Authentizität, mit der Teresa Simon ihre Charaktere gestaltet. Wir erleben die Stärken und Schwächen der einzelnen Protagonisten, erleben Glück und Leid, Liebe und Verlust, als wären wir selbst betroffen. 

„Oleanderfrauen, ja das sind wir Terhovens in der weiblichen Linie. Jede von uns musste lernen, dass zur Süße der Liebe auch viel Bitternis gehört. Es ist wie in der alten Geschichte von Hero und Leander – die, die wir wirklich lieben, sind für uns unerreichbar.“ 

Wenn ihr an der Geschichte von Hero und Leander interessiert seid, dann schaut einmal bei meinem Artikel zu unserer aktuellen Blogtour vorbei.

In "Die Oleanderfrauen" ist es vor allem Sophie Terhoven, an deren Seite wir die guten und schlechten Momente des Lebens durchlaufen. Sophie, geboren und aufgewachsen als verwöhnte Tochter eines Kaffeebarons, muss sich entscheiden, wohin sie gehört und ob sie zu dem Mann ihrer Liebe stehen wird. Daraufhin löst sich die Lawine eines Familiendramas, das seine letzten Ausläufer bis in die Gegenwart ziehen wird. Herausgerissen aus der trügerischen Idylle eines unbeschwerten Lebens, steht sie nun auf der anderen Seite der Gesellschaft und zeigt Rückgrat sowie ein unbeugsame Persönlichkeit. 


Wir erleben die ersten Anflüge des Nationalsozialismus, seine Auswirkungen und das für viele Menschen damit einhergehende Leid. Wir sehen den Krieg durch die Augen der Betroffenen. 
Beeindruckt hat mich die Vielschichtigkeit der unterschiedlichen Charaktere. Ohne aufgesetzt zu wirken, decken Sie die zu jener Zeit herrschenden Gesinnungen ab. 
Sophie gewinnt an Stärke und beeindruckte mich viele Male durch ihre Handlungen. Ihr kleiner Bruder durchlebt die Verblendung der nationalsozialistischen Bewegung. Er steht für viele Heranwachsende dieser Generation.
Aber auch alle weiteren Charaktere bewegen. Ob Sympathien oder Antipathien, vereinen sie eine große Bandbreite an emotionalen Bezugspunkten. Teresa Simon zeigt, dass sogar Monster so etwas wie ein Herz besitzen und auf eine nicht immer nachvollziehbare Art und Weise Liebe empfinden und zeigen können. 

Neben Sophie ist es Jule, die uns durch die Handlung führt. Sie steht für eine moderne, engagierte Frau, die gerade dabei ist, den richtigen Weg im Leben zu finden. Aus "Julchen ohne Plan" wird eine zielstrebige junge "Geschäftsfrau". Eine Fügung des Schicksals führt sie mit Johanna zusammen und somit zu Sophies Tagebuch. Wie stark letzteres ihr weiteres Denken und Handeln sowie die Beziehung der beiden Frauen beeinflussen wird, ist ihnen dabei nicht bewusst.


Nebenbei gibt es viele interessante Informationen zur Geschichte des Kaffees. Ihr solltet beim Lesen unbedingt eine Tasse guten Kaffees und ein Stückchen Kuchen oder Torte genießen. Am besten stöbert ihr hierfür im hinteren Teil des Buches und backt die Rezepte nach.

Wenn man nach über 500 Seiten noch immer nicht genug hat und einfach nur weiterlesen bzw. mit den einzelnen Charakteren mehr Zeit verbringen möchte, dann spricht diese Tatsache für sich selbst. "Die Oleanderfrauen" ist ein tiefgehendes, emotional bewegendes Buch, das ich Euch unbedingt ans Herz legen möchte.






Mittwoch, 24. Januar 2018

Rezension: "Stumme Wasser" von Anja Behn - Emons Verlag





Taschenbuch: 176 Seiten
Verlag: Emons Verlag (15. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3954517108
ISBN-13: 978-3954517107
D: 9,90 Euro






Inhalt:


Überraschend erreicht Kunsthistoriker Richard Gruben der Hilferuf eines befreundeten Malers. Obwohl dessen Andeutungen über ein geheimnisvolles Gemälde äußerst vage sind, reist Gruben ins winterliche Fahrenende und fi ndet den Freund dort – tot. Gemeinsam mit der Enkelin des Ermordeten begibt er sich auf die Suche nach dem Bild. Während sich ein heftiger Schneesturm über dem Ostsee-Dorf zusammenbraut, kommt er einem alten Geheimnis auf die Spur.
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Anja Behn, geboren 1972 in Rostock, studierte Bauingenieurwesen und arbeitet in einer Rostocker Baufirma. Sie lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf in Mecklenburg. 'Stumme Wasser' ist ihr erster Kriminalroman.
Quelle:




Rezension:


Dieser Krimi verschlägt uns in den beschaulichen Küstenort Prerow. Hier kennt noch jeder jeden und die Zeit scheint irgendwie stillzustehen. Dennoch verbergen sich hinter den Haustüren Geheimnisse, die viele Jahre später zu einer Tragödie führen. Kennen wir einander wirklich?

Anja Behn ist es wunderbar gelungen, die Stimmung des verschneiten Küstenortes und seiner teils recht eigenen Bewohner einzufangen. Der sehr angenehme und eindringliche Schreibstil sowie die bildhaften Landschaftsbeschreibungen lassen das Geschehen greifbar werden. Als Leser fühlt man sich sofort in die Handlung hineingezogen. Der gleich zu Beginn aufkommende düstere Atmosphäre haftet eine Sogwirkung an, die auch zwischendurch immer wieder aufwallt.

Über allem schwebt ein altes Geheimnis, welches man unbedingt lösen muss. Deutet doch alles darauf hin, dass dieses mit dem aktuellen Mordfall in Verbindung steht. Verwirrende Spuren, unklare Motive und undurchsichtige Dorfbewohner führen unsere Gedanken in die Irre und lassen den Spannungsbogen immer wieder aufleben.

Handlung und Charaktere wirken authentisch und gerade die besondere Art der Küstenbewohner kommt sehr gut zum Tragen.

Für mich ein Regionalkrimi mit Gänsehautfaktor.


Dienstag, 23. Januar 2018

Blogtour: Die Oleanderfrauen – Tag 4 - Die Geschichte von Hero und Leander














Hallo ihr Lieben,

willkommen zum bereits 4. Tag unserer Herzensblogtour zum neuen Roman der zauberhaften Teresa Simon

Nachdem wir noch einmal alle bisherigen Roman der Autorin vorgestellt haben, entführen wir Euch ein wenig tiefer in den aktuellen Roman "Die Oleanderfrauen". Eine nicht unwesentliche Rolle spielt hierbei die Sage um Hero und Leander. Also möchte ich Euch eine kleine Geschichte erzählen.

Eines der bekanntesten Liebespaare der griechischen Mythologie sind Hero und Leander. Dabei handelt es sich bei den beiden um normale Sterbliche, keine Götter oder Halbgötter. Nichtsdestotrotz hat ihre Geschichte auch über die Jahrhunderte hinweg nicht an Faszination verloren.

Hero, eine Priesterin der Aphrodite lebte in Sestos am westlichen Ufer der Meerenge Hellepont. Sie verliebte sich in Leander. Doch dieser wohnte in Abydos am gegenüberliegenden kleinasiatischen Ufer. Ihre Liebe war nicht erlaubt. So konnten sie sich nur heimlich in der Nacht treffen. Hierzu durchschwamm Leander jede Nacht das dunkle trügerische Wasser. Um ihm den Weg zu zeigen, entzündete Hero in ihrem Turm mittels einer Öllampe oder Fackel ein Leuchtfeuer. Eines Nachts jedoch löschte der Sturm von ihr unbemerkt das Licht und Leander verirrte sich in der Unendlichkeit des tobenden Wassers. Als Hero ihren toten Liebsten am nächsten Morgen am Ufer entdeckte, stürzte sie sich voller Verzweiflung von ihrem Turm.

Eine tragisch schöne Liebesgeschichte, wie in "Romeo und Julia" oder den "Zwei Königskindern". 

Welche Rolle Hero und Leander bei unseren "Oleanderfrauen" spielen, müsst ihr selbst erlesen, sonst müsste ich einen ganzen Roman darüber schreiben. 

Und da bin ich auch schon bei meiner heutigen Gewinnspielfrage:

Welche tragisch schöne Liebesgeschichte aus der Mythologie, Geschichte, Büchern oder Filmen hat einen unvergesslichen Eindruck bei Euch hinterlassen? 

Ich freue mich auf Eure Kommentare.



***Gewinnspiel***

Pro Tag gibt es von Montag bis Donnerstag je ein Exemplar des Buches „Die Oleanderfrauen“ zu gewinnen. Beantwortet dazu die Frage, die jeden Tag auf dem jeweiligen Blog gestellt wird in den Kommentaren.

Am Ende der Blogtour gibt es noch eine weitere Verlosung, quasi einen Hauptgewinn:

Wir werfen noch drei, diesmal handsignierte, Exemplare in den Lostopf, die unter denjenigen verlost werden, die an allen Tagen aktiv waren und auf allen Blogs kommentiert haben. In jedem der Gewinnerpakete wird außerdem noch eine kleine Spezialität eines privaten Kaffeerösters zu finden sein, sodass ihr das perfekte Aroma zum Buch riechen und schmecken könnt, während ihr tief in den Seiten versinkt.

Natürlich gibt es noch ein paar kleine Regeln zu beachten:

Teilnahmebedingungen:
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
• Die Verlosung beginnt am 20.01.2018 und endet am 28.01.2018 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.


Samstag, 20. Januar 2018

Rezension "Lebe, denn kein Augenblick kommt zurück! (Lebe! Küsse! Lache! 1)" von Thalea Klein




Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1102.0 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 130 Seiten
ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1973286041
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B0767R3LCB
D: 0,99 Euro






Inhalt:


Verschwinden zerbrochene Herzsplitter oder bleiben sie ewig schmerzhaft in der Brust stecken?
Wie schrecklich ein Verlust ist, spürte Eliah nach einem tragischen Unfall, der ihr das Liebste auf der Welt raubte.
Heute, nur wenige Jahre danach und die Schmerzen tief vergraben, steht sie wieder mitten im Leben. Gemeinsam mit ihrem jüngeren Geschäftspartner Rick führt Eliah ein eigenes Unternehmen. Bevor sie jedoch morgens ins Büro geht, muss sie ihre manische Kaffeesucht in J’s Diner stillen. Juri, der Besitzer, ist nicht nur ihr Kaffeedealer, sondern die beiden verbindet eine jahrelange Freundschaft.
Als ihr allerdings Rick an die Wäsche will und Juri sie küsst, geriet ihre sorgfältig zurechtgelegte Welt ins Wanken.
Ist Eliahs Leben nur ein Kartenhaus, das früher oder später sowieso zusammenbrechen musste?

Das Printbuch zu „Lebe! Küsse! Lache!“ wird im Frühjahr 2018 erscheinen. Das Buch umfasst drei Kurzgeschichten, in denen es um drei Frauen geht, deren Leben nicht unterschiedlicher sein könnten und doch verbindet sie das gleiche Schicksal und dieselbe Stadt.
Vorab erscheinen die Kurzgeschichten einzeln bei amazon:

Lebe, denn kein Augenblick kommt zurück!
VÖ 2017:
Küsse, denn sie schmecken nach Schokolade!
VÖ 2018:
Lache, denn es verändert dein Leben!
Quelle: Amazon



Die Autorin:


Thalea Klein ist ein Pseudonym. Sie ist 1979 in der Nähe von Berlin geboren und dort aufgewachsen. Als Kind und Jugendliche war sie wenig vom Lesen angetan. In der Schule hat sie von den Büchern nur den Anfang, etwas in der Mitte und den Schluss gelesen. Doch das änderte sich als ihre älteste Tochter in das Lesealter kam. Angesteckt von ihr, liest sie heute jede freie Minute, sei es selbst an einer roten Ampel, an der sie warten muss. Allerdings an Phantasie hat es ihr nie gefehlt. Früher hat sie oft in ihrer Phantasiewelt gelebt und heute bringt sie diese zu Papier. Zu ihren Lieblingsgenre als Leserin und Autorin gehören Liebes- und Fantasyromane für Jugendliche und Erwachsene.

Bisher erschienen sind:

For a Rainbow, it needs sun and rain
LAVABLUT - secrets
Lebe, denn kein Augenblick kommt zurück!

Homepage: www.thaleaklein.de
Quelle: Amazon



Rezension:


Es gibt Bücher, die sind klein und fein. Sie lesen sich gern einmal zwischendurch und doch tragen viele von ihnen ein großes Gewicht in sich. So auch "Lebe, denn kein Augenblick kommt zurück!". Mit gerade einmal 130 Seiten liest es sich rasch durch. Es gibt Stellen, an denen musste ich schlucken und andere, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

Unser Leben dauert nur eine bestimmte Zeit und niemand weiß zu Beginn, wie groß diese Zeitspanne sein wird. Erst, wenn wir einen geliebten Menschen verlieren oder selbst an einem Wendepunkt stehen, erkennen wir wie kurz und kostbar das Leben wirklich ist.

Eliha musste einen Verlust erleiden, den ich mir nicht einmal vorzustellen wage. Sie hat beschlossen, weiterzuleben. Nur eines, das vielleicht das Wichtigste für ein erfülltes Leben ist, lässt sie nicht mehr an sich heran - Liebe. Die Angst vor weiteren schmerzvollen Verlusten umgibt sie wie eine Mauer. Der Kreis an vertrauten Menschen ist mehr als übersichtlich und doch kann sie die Sehnsucht nach Nähe nicht verleugnen. Aber was ist das für ein Leben, in dem man emotional allein bleibt und niemanden nahe genug an sich heran lässt? Ich weiß nicht, wie ich in einer solchen Situation reagieren würde.

Eliha hat beschlossen, ihr Herz zu verschließen und nur den Verstand regieren zu lassen. Dennoch entwickelt sie Abhängigkeiten, die an gewisse Routinen gebunden sind. Wer hätte gedacht, dass es ihre Sucht nach Kaffee sein würde, die ihrem Leben noch einmal eine besondere Wendung gibt.
Und demjenigen, der jetzt sagt, dass ihn die Fülle an Szenen bzgl. des Kaffeegenusses der Protagonistin nervt, möchte ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen - Kaffee ist neben allem anderen der perfekte Stresskiller. Und Eliha steht eigentlich jeden Tag unter emotionalem Stress.

"Lebe, denn kein Augenblick kommt zurück!" ist eine Geschichte mit tiefen Gefühlen, die nachdenklich stimmt und viel Hoffnung ins sich trägt.
Für mich war gerade die Grundsituation sehr berührend. Doch fanden sich bald viele abwechslungsreiche, spannende und auch lustige Begebenheiten ein, die mich als Leser mit einem absoluten JA zum Leben zurückließen.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Rezension "Mein Herz ist eine Insel" von Anne Sanders - Blanvalet Verlag **Werbung***





Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag; Auflage: Originalausgabe, 1. Auflage (27. März 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3764505931
ISBN-13: 978-3764505936
D: 14,99 Euro






Inhalt:


Der neue Sommer-Wohlfühlroman von Bestsellerautorin Anne Sanders – charmant, witzig und mit ganz viel Herz!

Isla Grant ging es schon mal besser. Ohne Wohnung und ohne Job bleibt ihr keine andere Wahl, als nach Hause zurückzukehren, nach Bailevar, eine winzige Insel an der rauen Westküste Schottlands. Und das, obwohl sie kaum Kontakt zu ihrer Familie hat. Als sie auch noch ausgerechnet ihre Jugendliebe Finn wiedertrifft, sind alle unliebsamen Erinnerungen zurück. Ihr einziger Lichtblick ist die alte Dame Shona, die wie keine andere Geschichten erzählt, besonders gern die Legende von der verschwundenen Insel. Doch schon bald erkennt Isla, welch tragisches Geheimnis Shona zu verbergen versucht. Und auch ihre eigene Vergangenheit holt Isla unaufhaltsam ein …

Quelle: Blanvalet

Die Autorin:


Anne Sanders lebt in München und arbeitet als Autorin und Journalistin. Zu schreiben begann sie bei der Süddeutschen Zeitung. Als Schriftstellerin veröffentlichte sie unter anderem Namen bereits erfolgreich Romane für jugendliche Leser. Die Küste Cornwalls begeisterte Anne Sanders auf einer Reise so sehr, dass sie spontan beschloss, ihren Roman Sommer in St. Ives dort spielen zu lassen. Dieser eroberte die Herzen der Leserinnen und wurde zum Bestseller. Auch Mein Herz ist eine Insel war ein großer Erfolg. Sommerhaus zum Glück ist nun ihr dritter Frauenroman bei Blanvalet.
Quelle: Blanvalet

Rezension:


Manchmal ist das Leben wie eine Odyssee und erst spät verstehen wir, wohin wir gehören, was wir wirklich wollen und lernen, auf unser Herz zu hören.

So auch Isla Grant. Einst floh sie vor der Enge der Insel und den geliebten Menschen. Sie dachte, ersticken zu müssen und sehnte sich so sehr nach Liebe und Verständnis.

Auf Bailevar scheint die Zeit still zu stehen. Jeder kennt jeden und nichts bleibt verborgen - fast nichts. Isla kehrt auf die Insel zurück, als ihr Leben in Scherben vor ihr liegt. Widerwillig öffnet sie nach und nach ihr Herz für die Heimat und deren Menschen.

Liebe zeigt sich auf sehr unterschiedliche Weise. Die einen verschließen ihr Herz und bewahren über Jahre hinweg ein Geheimnis, um ihre Liebsten nicht zu verletzen. Andere erkennen nicht, was für Schätze sich vor ihren Augen entfalten.

Auf Bailevar ist die Zeit gekommen, Geheimnisse zu lüften, Islas wahre Bestimmung zu finden und Legenden auferstehen zu lassen. Längst vergessen geglaubter Groll, verdrängte Gefühle und ein undurchsichtiger Fremder wirbeln den kleinen Ort mächtig durcheinander.

"Mein Herz ist eine Insel" ist eine nachdenkliche Geschichte mit viel Herz, aber auch witzigen Passagen. Sie erzählt von Verlusten und Neuanfängen, vom Suchen und Finden und der Einzigartigkeit der Liebe.

Anne Sanders schreibt ihre Protagonisten mit jeder Zeile in die Herzen ihrer Leser.






Montag, 15. Januar 2018

Rezension "Woman in Cabin 10" von Ruth Ware - dtv Verlagsgesellschaft



Broschiert: 384 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (27. Dezember 2017)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Stefanie Ochel
ISBN-10: 3423261781
ISBN-13: 978-3423261784
Originaltitel: The Woman in Cabin 10
D: 15,90 Euro





Inhalt:


Wie kann eine Frau verschwinden, die es nie gegeben hat?

Die Journalistin Lo Blacklock nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs durch die norwegischen Fjorde teil. Ein wahr gewordener Traum. Doch in der ersten Nacht auf See erwacht sie von einem Schrei aus der Nachbarkabine und hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres – wie ein menschlicher Körper. Sie alarmiert den Sicherheitsoffizier. Aber die Nachbarkabine ist leer, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Die junge Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben.
Quelle: dtv Verlag




Die Autorin:


Ruth Ware wuchs im südenglischen Lewes auf und lebte nach ihrem Studium an der Manchester University eine Zeit lang in Paris. Sie hat als Kellnerin, Buchhändlerin, Englischlehrerin und Pressereferentin für einen großen Verlag gearbeitet und wohnt jetzt mit ihrer Familie in Nordlondon.

Quelle: dtv Verlag




Rezension:


Nach den traumatischen Erlebnissen der vergangenen Tage, erscheint der Journalistin Lo Blacklock die bevorstehende Kreuzfahrt wie eine Erlösung. Was ursprünglich als Karrieresprungbrett gedacht war, ist für Sie nun die Möglichkeit zur Flucht aus ihrem aktuellen Alltag und vor ihren Problemen. 
Jedoch entpuppt sich die Reise bald als wahrer Alptraum.

Gefangen in einer Spirale aus Alkohol und Tablettenkonsum mutiert Lo zu einem nervlichen Frack. Was sind Wahnvorstellungen, was ist Realität?

Ruth Ware schafft es, uns eine Protagonisten zu präsentieren, deren Glaubwürdigkeit von Beginn an stark untergraben wird. Auch ich war lange Zeit hin und her gerissen, inwiefern die Ereignisse wirklich stattgefunden haben oder alles nur dem umnebelten Verstand einer psychisch angeschlagenen Frau entstammt. Anfangs war ich mir auch nicht sicher, ob ich diese Geschichte mögen oder mich die Autorin dieses Mal enttäuschen würde. Doch mit jeder weiteren Seite entwickelte sich ein Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Ich wollte wissen, welches Geheimnis hinter "Woman in Cabin 10" steckt. 

Auch alle anderen Personen an Deck des Luxusliners verbergen das ein oder andere Geheimnis. Doch wer von Ihnen zeigt sein wahres Gesicht? Auf der Suche nach der Wahrheit, ihrem eigenen Ich und der geheimnisvollen Frau aus Kabine Nr. 10, gerät Jo´s ursprünglicher Auftrag rasch in den Hintergrund. 

Als Leser tappt man sehr lange im Dunkeln. Gerade die Ereignisse zu Beginn des Buches sind verwirrend und man weiß immer nur genau so viel, wie die Protagonistin selbst.
Informationen und Einblicke erscheinen auf den ersten Blick nicht wirklich zusammen zu passen und entbehren anscheinend jeglicher Logik. Erst später erkennt man deren wahre Bedeutung und Kleinigkeiten werden zu wichtigen Eckpfeilern. Ruth Ware gelingt es immer wieder, die Gedanken zu verwirren und uns auf falsche Fährten zu führen. 

"Woman in Cabin 10" ist ein Thriller, bei dem der Beginn die Basis für ein psychologisches Katz- und Maus-Spiel bietet und man das Ende nur verstehen kann, wenn man die Geschichte bis zum Schluss gelesen hat. Wobei mir das Ende persönlich sehr gut gefiel.

Na, habt ihr nun Lust auf eine Kreuzfahrt?


Weitere Rezensionen zum Buch findet ihr hier:



Samstag, 13. Januar 2018

Rezension "Die Melodie meines Lebens" von Antoine Laurain - Atlantik Verlag




Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: Atlantik (12. September 2017)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Sina de Malafosse
ISBN-10: 3455600522
ISBN-13: 978-3455600520
D: 20,00 Euro





Inhalt:


Ein Brief, der mit 33 Jahren Verspätung sein Ziel erreicht, stellt Alains ruhiges Leben auf den Kopf. Er ist Arzt und hat die fünfzig überschritten, seine Frau betrügt ihn, die Kinder sind längst aus dem Haus – trotzdem ist er eigentlich ganz zufrieden. Doch eines Morgens liegt in der Post ein Plattenvertrag für Alains Band The Hologrammes – von 1983. Alain wird zurückgeworfen in eine Zeit, als er und seine Band um ein Haar berühmt geworden wären, als noch alles möglich schien. Er macht sich auf die Suche nach den anderen Bandmitgliedern – und findet einen erfolgreichen, aber verbitterten Künstler, dessen Freundin Alain ein vieldeutiges Lächeln schenkt, einen Präsidentschaftskandidaten und einen populistischen Politiker. Nur die Sängerin, die schöne Bérangère, in die Alain heimlich verliebt war, scheint zunächst verschwunden … Humorvoll und mit feinem Gespür für Nostalgie erzählt Antoine Laurain von vergessenen Lieben, verlorenen Freundschaften und verpassten Chancen – die plötzlich neues Glück versprechen.
Quelle: Hoffmann & Campe



Der Autor:


Antoine Laurain arbeitete als Drehbuchautor und Antiquitätenhändler in Paris. Er ist in Frankreich ein gefeierter Bestsellerautor. Mit Liebe mit zwei Unbekannten (Atlantik Verlag, 2015) gelang ihm der internationale Durchbruch. Auch sein Roman Der Hut des Präsidenten (Atlantik Verlag, 2016) war weltweit ein Erfolg.
Quelle: Hoffmann & Campe




Rezension:


Antoine Laurain steht für mich für feinsinnige, immer ein wenig überspitzte Literatur. Mit seinem ganz besonderen französischen Charme, war für mich bisher jedes Buch ein einzigartiges Erlebnis. Dabei konnte ich immer wieder in neue Welten eintauschen, denn keine seiner Geschichten glich der anderen.

Mit "Die Melodie meines Lebens" wird der Autor nostalgisch. Ich habe mich in vielen Momenten in meine Kindheits- und Jugendzeit zurück versetzt gefühlt. Welchen Träumen hingen wir mit Anfang Zwanzig nach. So viele Türen stehen uns in diesem Alter offen, so viele Möglichkeiten, die es auszuschöpfen gilt. Welche Entscheidungen sind die richtigen, welchen Weg werden wir eines Tages beschreiten? 

Die Idee mit der verspäteten, eigentlich längst verschollenen Postzustellung, ist wunderbar. Öffnen sich so erneut viele Gedankenwege, um die Fantasie Purzelbäume schlagen zu lassen. 

Ist es falsch, lange in der Abstellkammer begrabene Träume ans Licht zu holen und diesen nachzujagen? Alain steckt in seinem Leben irgendwie fest. Er weiß, so kann es auf Dauer nicht weiter gehen und doch fehlt ihm die Kraft, eine Veränderung zu wagen. Dieser eine Brief und all die Möglichkeiten, die er einst versprochen hätte, wirken wie ein Aufwind. 

Vor vielen Jahren, trafen sich eine Handvoll Freunde in der Garage, um Musik zu spielen. Sie träumten von Ruhm und Erfolg im Musikbusiness. Was wurde aus den einzelnen Bandmitgliedern? Alain begibt sich auf die Suche nach seinen ehemaligen Freunden und der Demokassette. Noch einmal möchte er dem Song lauschen, der alles hätte bedeuten können. Doch wer hat die Kassette mit den Aufnahmen über so viele Jahre hinweg aufgehoben?

Die Bandmitglieder durchlebten sehr unterschiedliche Schicksale. Dabei scheut sich Antoine Laurain nicht, aktuelle politische Verwicklungen aufzugreifen.  Der Text ist gespickt mit viel Gesellschaftskritik und enthält eine Menge an Informationen, über die man im Anschluss einmal nachdenken sollte.
Aber auch die Liebe kommt hier nicht zu kurz. Antoine Laurain hat eine wunderbare, gefühlvolle Geschichte mit eingeflochten, die das Herz aufgehen lässt. Mit seinem speziellen Humor und ein wenig Melancholie blicken auf das Leben und die Möglichkeiten, die uns immer wieder eröffnen. 

Wie immer erscheinen die Ereignisse ein bisschen surreal und doch so nah an der Wirklichkeit. Bis auf den Schluss verbleibt das Geschehen größtenteils im "Es hätte so sein können"-Modus.

Am Ende überspitzt der Autor die Handlung, wie von ihm gewohnt, und lässt so das Gedankenkarussell weiter kreisen.



Donnerstag, 11. Januar 2018

Rezension "Goldkap" von Rainer Doh - Divan Verlag

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Divan Verlag (11. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3863270428
ISBN-13: 978-3863270421
D: 16,90 Euro









Inhalt:


Nordnorwegen: Der grausige Fund einer Wasserleiche verdirbt dem Kriminalkommissar Arne Jakobson die Laune und das unerwartet beste Sommerwetter. Auf der Suche nach dem Mörder finden sich viele Verdächtige erst recht als Gerüchte die Runde machen, in der verfallenen Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg, die das Opfer restaurierte, sei ein riesiger Goldschatz der Wehrmacht verborgen. Hat der Mord etwa mit dem Gold zu tun?
Als die Medien die Sache aufgreifen, beginnt 300 km hinter dem Polarkreis ein regelrechter Goldrausch, und sogar die norwegische Nationalbank mischt sich ein. Aber dann passiert in Tromsø ein weiterer Mord und Arne wird klar, dass er auf einer ganz falschen Fährte ist.
Quelle: Amazon




Der Autor:


Rainer Doh schreibt meistens Artikel für technische Fachmedien. Mit dem 2015 im Divan Verlag erschienen Norwegen-Thriller Mordkap hat sich der promovierte Wirtschaftswissenschaftler auf das Gebiet der Belletristik begeben; nach dem Familienroman "Ganz andere Sorgen" kehrt er mit "Goldkap" wieder in den Norden und zum Kriminalroman zurück. Rainer Doh lebt mit Partnerin, Hund und Federvieh in der Nähe von München.
Quelle: Amazon




Rezension:


Das Thema verschwundene Schätze aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges hat für mich einen großen Reiz. Das Cover ist schlicht, besitzt aber eine geheimnisvolle Ausstrahlung, welche sofort die Gedankenrädchen in Gang setzt. So habe ich mich rasch für dieses Buch entschieden. Leider blieb der erwartete Lesefluss aus.

Nach einem spannenden Beginn, verlor sich der Autor zu sehr in Beschreibungen von Nebensächlichkeiten. Neben dem gut lesbaren Schreibstil und durchdachten Plot, blieben die Charaktere kalt und farblos. Ich konnte keine Verbindung zu den handelnden Personen herstellen. Als Leser hat man das Gefühl einer unüberwindbaren Distanz zum Handlungsgeschehen. Dadurch gestaltete sich für mich das Lesen recht zäh fließend. 

Die Handlung empfand ich weitläufig als seicht und ein wenig eintönig. Mir fehlten, trotz interessanter zeitgeschichtlicher Informationen, einfach die Spannungselemente. Hier wurde eine spannende Grundidee zu langatmig umgesetzt. 

Sicher kann der Schluss noch einmal punkten, doch blieb die Geschichte selbst trocken und konnte mich nicht fesseln.


Mittwoch, 10. Januar 2018

Blogtour "Woman in Cabin 10" - Tag 3 - Norwegen - #7aufeinenStreich












Am 3. Tag unserer Blogtour möchte ich Euch mit nach Norwegen nehmen.
Einige der Handlungsstränge im Buch wurden in diesem wunderbaren Land platziert. Ich selbst habe eine Freundin in Norwegen und von daher meinen ganz eigenen Blick auf Land und Leute.

Norwegen besticht durch seine einzigartige Natur. Unser bisher einziger Urlaub in diesem Land liegt
leider schon viele Jahre zurück und doch verbinden wir unvergessliche Erinnerungen an diese Zeit. Normalerweise bin ich nicht der Zelt- und Campingtyp. Aber damals übernachteten wir während unserer zwei Wochen in Norwegen vorwiegend im Zelt und erkundeten die Natur.




Wir übernachteten auf sehr einladenden Campingplätzen oder bei Privatleuten. Da gab es einmal einen schwarz geteerten Würfel, einem Schuppen gleich, der sich neben einer windschiefen Scheune befand, in dem wir übernachten sollten. Gesichert wurde die Tür nur von einem simplen Vorhängeschloss.


Die Wände verbargen allerdings einen wahren Schatz.



Der Innenraum war mit hellem Holz vertäfelt und es fehlte an nichts. Ein Bett für zwei Personen, ein Tisch mit Stühlen, ein kleiner Kühlschrank plus Wasserkocher, alles war vorhanden. Sogar eine Kochplatte fand hier Platz.





In der Scheune waren die Badräume nach modernsten Maßstäben eingerichtet versteckt. Es war unsere beste Unterkunft des ganzen Urlaubes.



Noch heute gerate ich ins Schwärmen, wenn ich von diesem "Gästehäuschen" erzähle.









Auf unserem Weg durch Norwegen hielten wir immer wieder an, um die Schönheit der Natur zu bewundern, kleine immer wieder verschiedene Kirchen zu besichtigen oder auf den Spuren der Wikinger zu wandern.




Ein besonderes Erlebnis ist es, die Aussicht vom Preikestolen zu genießen.



Ganz ungefährlich ist der Aufstieg zum Plateau nicht und ich würde ihn nie mit unseren Kindern wagen. Doch als Belohnung winkt ein einzigartiges Naturschauspiel, das sich dort dem Betrachter bietet. Bei schönem Wetter scheinen die Farbe des Himmels und die der Gewässer zu verschmelzen.
Es ist ein wundervolles Gefühl, die Fotos zu betrachten und ich staune immer wieder darüber, dass ich diese selbst geschossen habe.



Achtung, die Plattform ist ungesichert und fällt an ihren Enden steil ab.
Die Fjorde haben wir nur einmal mit einer Fähre durchfahren, aber kaum Bilder gemacht. Dafür genossen wir einfach nur den herrlichen Ausblick.

Norwegen befindet sich ja auf der Skandinavischen Halbinsel und grenzt im Osten an Schweden. Bei einem längeren Aufenthalt in Oslo oder der näheren Umgebung bietet sich ein Ausflug mit der Fähre nach Schweden an. Den Campingplatz in Oslo würde ich aber meiden. 
In den Bergen lässt sich auch ein wunderbares Naturschauspiel erleben. Im Tal kannst du bei Sonnenschein auf einer grünen Wiese übernachten, um nur wenige Kilometer entfernt, in den Bergen, im tiefsten Schnee zu versinken.



Norwegen ist eines der flächengrößten Länder Europas, aber mit nur ca. 5,2 Millionen Einwohnern recht dünn besiedelt.
An der Westseite der Gebirge regnet sich die vom Meer aufgenommene Feuchtigkeit der Luft ab. Dadurch zählt die Stadt Bergen zu den regenreichsten Städten in Europa. So haben auch wir Bergen und den Fischmarkt nur im strömenden Regen erleben können.



Trolle gehören zur Geschichten- und Sagenwelt von Norwegen. Eine Trollfigur ist daher schon als Pflichtsouvenir anzusehen.





Morgen geht es weiter bei Lesende Samtpfote. Pauli macht mit euch einen Rundgang übers Schiff – aus Sicht einer Katze, versteht sich.




***Gewinnspiel****

Ich hoffe, Euch hat unser kleiner Ausflug nach Norwegen gefallen. Natürlich sind wir auch nicht mit leeren Händen unterwegs und möchten drei Buchpakete auf Reisen schicken. Jedes Buchpaket besteht aus einem Thriller "Woman in Cabin 10" mit Buchplakat und Schlüsselanhänger.

Hierzu solltet ihr aber alle Bedingungen zur Teilnahme an unserem Gewinnspiel befolgen.


1. Ich möchte von Euch gern eine Sehenswürdigkeit von Norwegen genannt bekommen. Alternativ könnt Ihr mir aber auch gern einen Ort nennen, den ihr in Norwegen gern einmal besuchen würdet. Schreibt Eure Antworten bitte in die Kommentare unter diesem Beitrag.

2. In jedem unserer Blogtourbeiträge findet ihr ein farbig hervorgehobenes Wort. Bringt alle Wörter in die richtige Reihenfolge und schickt den Lösungssatz an: irveliest@gmx.de
Denkt daran, nur wer die Fragen unter jedem unserer Beiträge beantwortet und den Lösungssatz zuschickt, springt in den Lostopf.


Teilnahmebedingungen:
• Wer darf teilnehmen? Minderjährige nur mit schriftlicher Erlaubnis der Eltern, nur Teilnehmer aus Deutschland. Teilnehmer aus dem Ausland sind ebenfalls zugelassen, sofern diese das Porto selbst tragen.
• Die Gewinner werden ausgelost und stimmen durch ihre Teilnahme zu, namentlich auf den teilnehmenden Blogs genannt zu werden.
• Die Verlosung beginnt am 08.01.2018 und endet am 16.01.2018 um 23:59 Uhr.
• Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
• Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel und den Versand benutzt und danach gelöscht.
• Eine Haftung für den Versand ist ausgeschlossen.
• keine Barauszahlung möglich
• Meldet sich der Gewinner auf unsere Nachricht nicht innerhalb von 7 Tagen nicht, wird neu ausgelost.


Sonntag, 7. Januar 2018

Rezension "Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrow’s Bay" von Nicholas Gannon - Coppenrath Verlag


Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (13. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Harriet Fricke
ISBN-10: 3649619431
ISBN-13: 978-3649619437
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
D: 16,95 Euro






Inhalt:


Endlich geht die "Höchst wundersame Reise" weiter...Kaum sind Archers Großeltern, die berühmten Naturforscher, von ihrem Eisberg zurückgekehrt, überschlagen sich in Band 2 des Kinderromans im beschaulichen Rosewood die Ereignisse: Ein Schneesturm droht, Oliver fühlt sich von dem neuen Nachbarsmädchen Kana verfolgt und Mr Birthwhistle, der Präsident der Entdecker-Gesellschaft in Barrow’s Bay, will Archers Großeltern mit einer List für immer verbannen. Da hilft nur eins: Die Kinder müssen die Verschwörung aufdecken und dem skrupellosen Mr Birthwhistle das Handwerk legen. Und dabei kommen wieder viele nicht ganz so gute Pläne, geheimnisvolle Pflanzentinkturen und eine ordentliche Portion Schokoladenpralinen zum Einsatz.
Quelle: Coppenrath





Der Autor:


Nicholas Gannon hat Kunst und Design studiert und sich in verschiedenen Jobs versucht, bevor er Vollzeit-Autor wurde. Er hat in den Bundesstaaten Tennessee, Minnesota und New York gewohnt und für kurze Zeit auch in einem hohen, schmalen Sandstein-Haus in New York City, das ihn zum Haus der Helmsleys in Weidengasse 375 inspiriert hat. Inzwischen lebt der Autor in Brooklyn. "Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt" ist sein Debüt.
Quelle: Coppenrath



Rezension:


Vor fast einem Jahr, stellte ich Euch Archer, Adelaide und Oliver vor. Wir erlebten auf der Suche nach Archers Großeltern viele kuriose Abenteuer. Am Ende blieb nur das ungeduldige Warten auf die Fortsetzung. Hier geht zu meiner Rezension zu "Die höchst wundersame Reise zum Ende der Welt"

Die Wartezeit ist endlich zu Ende und heute sind wir zurück in Barrow´s Bay. Eigentlich sollte man ja glauben, dass mit der Rückkehr von Archers Großeltern wieder so etwas wie Normalität eintreten würde. Doch weit gefehlt. Es wird noch turbulenter, als im ersten Teil.

Kaum wird bekannt, dass Ralph und Rachel Helmsley überlebt haben und heimkehren, kommt es zu einer Verschwörung gegen die Familie Helmsley. Einer Hexenjagd gleich, verbreiten sich die wildesten Gerüchte. Und ohne den Beteiligten die Gelegenheit zur Verteidigung zu geben, scheinen sie bereits von den Medien, den Bewohnern von Barrow´s Bay und der Gesellschaft verdammt.

Niemand hat jedoch mit Archer und seinen Freunden gerechnet, die alles dafür unternehmen, um die Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit der Großeltern zu beweisen und alle Intrigen aufzuklären.
Mit Kana erhalten die Freunde unerwartete Unterstützung und unsere Dreierbande wird zu einem Vierblättrigen Kleeblatt.

Es ist sehr viel Bewegung in dieser Geschichte. Geheimnisse, ein unerwarteter heftiger Wintereinbruch und bösartige Intrigen machen den Kindern das Leben schwer. Selbst die Helmsleys scheinen kaum Zeit für Archer zu haben, um ihn in ihre Erlebnisse oder gar Probleme einzuweihen.

"Die höchst eigenartige Verschwörung von Barrow´s Bay"  besticht erneut durch eine liebevolle Aufmachung. Der Text wird immer wieder von fantasievollen Zeichnungen unterbrochen, die den Inhalt bildlich wiedergeben. Ich mag den Schreibstil von Nicholas Gannon, der mich wieder von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen hat. Das Kopfkino begann sofort zu arbeiten.

Auch der Schluss von Band 2 lässt auf weitere Abenteuer hoffen. Dabei können alle Geschichten unabhängig voneinander gelesen werden.

Ein wahrer Schatz für jedes Bücherregal.




Freitag, 5. Januar 2018

Rezension „Die Abenteuer des Ollie Glockenherz“ von William Joyce - Sauerländer Verlag


Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (21. September 2017)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Sibylle Schmidt
ISBN-10: 3737354995
ISBN-13: 978-3737354998
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 7 Jahren
D: 18,00 Euro





Inhalt:


Im geheimen Königreich der Kuscheltiere gibt es viele Geheimnisse. Wenn zum Beispiel ein Kind ein Kuscheltier zu seinem allerallerliebsten Kuscheltier ernennt, dann passiert etwas Magisches: Das Kuscheltier erwacht – von allen anderen unbemerkt – zum Leben, und die zwei werden für immer und ewig unzertrennliche Freunde.
Ollie ist so ein Lieblingskuscheltier. Er und sein Junge Billy erleben gemeinsam jeden Tag die aufregendsten Abenteuer. Deshalb ist Billy untröstlich, als sein Ollie plötzlich spurlos verschwindet. Er spürt, dass der Hasenbär in großer Gefahr sein muss, und obwohl es Nacht ist und gegen alle Regeln verstößt, macht er sich auf den Weg, um Ollie zu retten. Und es höchste Zeit! Denn im gleichen Moment, nur zwei Kilometer entfernt, kämpft der kleine Hasenbär Ollie gegen eine ganze Armee von verbitterten, vergessenen Kuscheltieren, die ganz gelb vor Neid sind, weil sie niemand lieb hat.

Noch nie war ein kleiner Junge so mutig, ein Hasenbär so tapfer und eine Rettungsaktion so spannend!

Mit großartigen farbigen Illustrationen von William Joyce – ein moderner Klassiker für die ganze Familie, ein nostalgisches Heldenepos für ganz Kleine und für die Erwachsenen eine Erinnerung an die vergessenen Dinge der Kindheit

Quelle: Amazon


Der Autor:


Der amerikanische Autor, Illustrator und Filmemacher William Joyce wurde 1957 in Louisiana geboren. Er entwickelte einige der Charaktere von Erfolgsfilmen wie »Toy Story« oder »Das große Krabbeln« (Pixar) und feierte 2013 die Verfilmung seines Buches »The Leaf Men« unter dem Titel »Epic – Verborgenes Königreich« (20th Century Fox). Sein bisher größter Erfolg ist der Oscar in der Kategorie »Bester animierter Kurzfilm« für »Die fliegenden Bücher des Mister Morris Lessmore«.

Quelle: Amazon


Rezension:


Erinnert ihr Euch noch an Euer liebstes Kuscheltier? Oder gab es da eine ganze Bande von kuscheligen Weggefährten? Ich kann die erste Frage nicht eindeutig beantworten. Meine Weggefährten haben öfter einmal gewechselt und in meinem Bett musste immer eine ganze Armee kuscheliger Gesellen übernachten. Doch fast alle existieren noch und bevölkern - zum Leidwesen meines Mannes - unser Schlafzimmer. Und es kommen auch heute noch neue liebenswerte Kuscheltiere hinzu.

In "Die Abenteuer des Olli Glockenherz" von William Joyce aus dem Sauerländer Verlag geht es eigentlich gar nicht so harmonisch und kuschelig zu. Manche Passagen sind sogar recht düster. Dennoch hatte mich das Buch in der Programmvorschau des Verlages sogleich in seinen Bann gezogen und die Illustrationen ließen mich erst recht nicht mehr los. Da werden ganz viele Kindheitserinnerungen geweckt.


Manche Kuscheltiere sind lebensrettend. Sie beschützen uns vor Monstern unter dem Bett oder in Schränken. Sie nehmen uns die Angst vor dem Alleinsein und Unbekannten. Ich bin als Kind nie ohne einen kuscheligen Begleiter verreist und auch unsere Kinder brauchen ihren persönlichen Beschützer, der mit in den Urlaub fährt. Sie drücken aber auch - wie in "Die Abenteuer des Olli Glockenherz" - die tiefe Liebe von Eltern zu ihrem Kind aus und beherbergen, wie im vorliegenden Buch, alle Hoffnungen die es nur geben kann. Man kann auch sagen, diese besonderen Kuscheltiere haben eine Seele und können Wunder bewirken.


Doch was passiert mit den Kuscheltieren, die verloren gehen und nicht wieder gefunden werden?

In der Geschichte von William Joyce erhalten wir eine mögliche Antwort. Dennoch ist auch hier nicht Böse nur böse. Manchmal gehen Verletzungen so tief in die Seele ein, dass selbst das gutmütigste Wesen sich wandelt und Liebe in Hass umschlägt. Die Situationen stimmen nachdenklich und entwickeln einen ganz besonderen Zauber, der die Leser altersunabhängig erreicht.

Lasst Euch noch einmal in die Welt Eurer Kindheit versetzen und versucht, die Worte zu fühlen und in die Bilder abzutauchen. Diese Geschichte öffnet uns die Augen und das Herz. Das Zusammenspiel von Worten und Illustrationen berührt tief. "Die Abenteuer des Olli Glockenherz" ist ein Buch für die ganze Familie.

Ich empfehle, kuschelt Euch gemeinsam mit den Kindern und Stofftieren ins Bett, macht es Euch gemütlich und startet gemeinsam in ein ganz besonderes Abenteuer.



Dienstag, 2. Januar 2018

Rezension "Mr. Widows Katzenverleih" von Antonia Michaelis - Knaur HC

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Knaur HC (2. Oktober 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342665430X
ISBN-13: 978-3426654309
D: 19,99 Euro









Inhalt:


In ihrem ebenso charmanten wie originellen Roman über eine Wahl-Familie der besonderen Art schafft Antonia Michaelis einmal mehr eine zeitlos anrührende Atmosphäre und verzaubert mit ihrer Poesie und ihrem ganz besonderen Ton. Voller Lebensklugheit, mit einem Ensemble von Träumern und Individualisten und vor allem mit ganz besonderen Katzen ist „Mr. Widows Katzenverleih“ eine Liebes-Erklärung an die Katze als solche und ein Lesegenuss voller großartiger sprachlicher Bilder und Gedanken, die im Gedächtnis bleiben.

In seinem alten Haus mit dem verwunschenen Garten mitten in der Großstadt verleiht der alte Mr. Widow samtpfotige Stubentiger an Menschen, die zu viel oder auch zu wenig haben, um das sie sich sorgen müssen. Je nach Bedarf verbreiten seine Katzen von Behaglichkeit bis Chaos vor allem eines: Glück. Eines Abends entdeckt Mr. Widow in einer Mülltonne neben einem Wurf neugeborener Kätzchen eine schwangere junge Frau, und auf einmal sieht er sein beschauliches Leben auf den Kopf gestellt. Denn vor irgendetwas scheint die junge Frau auf der Flucht zu sein …

In diesem wunderbaren Roman rund um Katzen, Freundschaft und Liebe, Familien und ihre Geheimnisse beweist Antonia Michaelis erneut, dass sie keine gewöhnlichen Geschichten schreibt, sondern mit jedem Buch etwas Besonderes schafft, das lange im Kopf und im Herzen der Leser bleibt.
Quelle: Amazon




Die Autorin:


Antonia Michaelis wurde in Kiel geboren und ist in Augsburg aufgewachsen. Sie hat in Greifswald Medizin studiert und unter anderem in Indien, Nepal und Peru gearbeitet. Heute lebt sie mit irehm Mann und ihren Töchtern gegenüber der Insel Usedom im Nichts, wo sie zwischen Seeadlern, Reet und Brennnesseln in einem alten Haus lauter abstruse Geschichten schreibt.

Buchtrailer-Videos gibt es rechts unter "Autoren Videos" oder in hoher Auflösung bei Youtube oder auf der Website von Antonia Michaelis:
http://www.antonia-michaelis.de/
https://www.youtube.com/channel/UC_HGma18LRt7RpnULCea5Bw/videos
Quelle: Amazon




Rezension:


Für meine erste Rezension im neuen Jahr habe ich mir mein absolutes Wohlfühlbuch der letzten Wochen ausgesucht. Wie man unschwer am Titel erkennen kann, spielen Katzen eine tragende Rolle. Doch deshalb ist es noch lange kein Buch nur für Katzenliebhaber.

Die größte Frage, die es für mich anfangs zu beantworten galt:


"Was muss ich unter einem Katzenverleih verstehen und wie kann dies überhaupt funktionieren?". 

Ich liebe diese majestätischen Fellnasen und weiß aus Erfahrung, wie eigenwillig und stur Katzen sein können. Sie eben einfach einmal so von Mensch zu Mensch weiterzureichen, funktioniert nicht. Aber dieses Problem hat Antonia Michaelis auf ihre eigene wunderbare Weise gelöst. In Mr. Widows Katzenverleih kann sich zwar jeder melden, der eine Katze ausleihen möchte, jedoch suchen sich hier die Katzen aus, wer mit wem mitgeht.

Habt ihr schon einmal von Katzen auf Rezept gehört? Nein? Dann nichts wie hin zu Mr. Widow. Hier erlebt ihr Magie, wie Sie nur an besonderen Orten und in seltenen Momenten zu finden ist.

"Mr. Widows Katzenverleih" ist eine Geschichte, die sich zwischen Realität und Fiction bewegt. Man muss beim Lesen sein Herz öffnen und sich von den Ereignissen davon tragen lassen.
Auch wenn ich mich manchmal wie auf einer Fantasiewolke fühlte, blieb die Handlung immer greifbar. Besonders interessant empfand ich, dass sich einige wenige Menschen direkt mit den Katzen unterhalten konnten. Auf diese märchenhafte Art und Weise erhält man als Leser einen besonderen Blick aus Sicht der Tiere auf die Handlung. So kommt es zu vielen wundervoll humorvollen Dialogen.

Die Autorin versteht es, mit einem ausgeprägten Sprachstil förmlich Bilder vor den Augen ihrer Leser entstehen zu lassen, die emotional bewegen und noch lange nachhallen. Viele Passagen sind geprägt von reiner Poesie. Dabei wurden alle Charaktere, egal ob Nebenpersonen, Katzen oder Hauptprotagonisten sehr detailliert und liebevoll ausgearbeitet. Diese Geschichte beherbergt viele Lebensweisheiten, die es lohnt zu bewahren.

Der Wechsel zwischen Tiefgang, lockerer Unterhaltung und Spannung ist Antonia Michaelis auf intelligente Weise gelungen.  Mit Charme und viel Lebensfreude geleitet sie uns durch turbulente Abenteuer und greift dabei kleine Begebenheiten aus unserem täglichen Miteinander auf, mit denen wir Leser uns leicht identifizieren können.

Wer sich gern einmal abseits der sturen Realität bewegt und Katzen liebt, wir hier seine Wohlfühloase finden.