Dienstag, 1. November 2016

Rezension "Im dunklen dunklen Wald" von Ruth Ware - dtv Verlag



Broschiert: 384 Seiten
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (23. September 2016)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Stefanie Ochel
ISBN-10: 3423261234
ISBN-13: 978-3423261234
Originaltitel: In A Dark, Dark Wood
D: 15,90 Euro






Inhalt:


Eine bizarre Junggesellinnenparty. Ein Spiel, das aus dem Ruder läuft.Manche Partys sind gut, manche sind schlecht. Diese hier ist tödlich.
Als Nora, 26, eine Einladung zum Junggesellinnenabschied ihrer ehemals besten Freundin Clare bekommt, ist sie mehr als überrascht. Sie hat Clare seit zehn Jahren nicht gesehen. Seit dem Vorfall damals, den Nora nie ganz überwunden hat... Und jetzt aus heiterem Himmel diese Einladung. Ein idyllisches Wochenende in einem Haus tief in den winterlichen Wäldern Nordenglands ist geplant. Was kann es schon schaden? Nora gibt sich einen Ruck und fährt hin. Doch etwas geht schief. Grauenvoll schief.
Quelle: Amazon





Die Autorin:


Ruth Ware wuchs im südenglischen Lewes auf und lebte nach ihrem Studium an der Manchester University eine Zeit lang in Paris. Sie hat als Kellnerin, Buchhändlerin, Englischlehrerin und Pressereferentin für einen großen Verlag gearbeitet und wohnt jetzt mit ihrer Familie in Nordlondon.

Quelle: Amazon



Rezension:


Der Klappentext von "Im dunklen dunklen Wald" hat mich bereits bei der Vorstellung zur Leipziger Buchmesse sehr neugierig werden lassen.

Es handelt sich um einen Thriller über die Abgründe, die hinter einer lieblichen Fassade stecken können, aber es ist auch ein Buch über Freundschaft, die Macht der ersten großen Liebe, Vertrauen, Geheimnisse, Verlust und der Suche nach der Wahrheit.

Das von Ruth Ware gewählte Ambiente ist für einen Thriller einfach perfekt.

Ein dunkler geheimnisvoller Wald, weitab jeglicher Zivilisation. Kein Funknetz, das Festnetz ist auch unzuverlässig und sechs Menschen, die sich lange nicht gesehen haben oder einander völlig fremd sind, befinden sich für mehrere Tage auf engstem Raum zusammen. Die Luft knistert vor Spannung, Misstrauen und ungelösten Geheimnissen. Doch damit nicht genug. Das Haus, in dem der Junggesellinnenabschied stattfindet, ist einfach gruselig. Ein kalter moderner Glasbau, der monströs und wie fehl am Platz, mitten zwischen den Bäumen hervorragt. Die Personen im Haus befinden sich gezwungener Maßen wie auf einer Bühne. Es ist nicht die schöne Aussicht auf den Wald und die Natur, die einen innehalten lässt. Nein, man fühlt sich entblößt und etwaigen Beobachtern schutzlos ausgeliefert. So schafft die Autorin bereits ein Umfeld, das uns schaurig innehalten lässt.

Alles beginnt mit einer Einladung zu Clares Junggesellinnenabschiedsparty. Nora, lebt sehr zurückgezogen. Zu ihren früheren Schulfreunden hat sie kaum noch Kontakt und zwischen ihr und ihrer ehemals besten Freundin Clare steht ein unausgesprochenes Geheimnis...

Die eigentlichen Ereignisse erleben wir durch Rückblenden und Erinnerungsfetzen, denn Clare befindet sich nach einem Unfall im Krankenhaus. Es gilt herauszufinden, was passiert ist.

Der Schreibstil von Ruth Ware ist flüssig und der Plot gut durchdacht. Sie hat ihre Protagonisten vielschichtig und interessant ausgearbeitet. Leider blieb der Spannungsbogen nicht über die komplette Geschichte hinweg erhalten. Die anfangs sehr facettenreich aufgebaute Spannung flacht nach kurzer Zeit ab und verläuft sich in einer sacht dahinplätschernden Erzählung. Die darin verstreuten kleine Hinweise und Andeutungen sind allerdings wichtig für das spätere Verständnis der Handlung. Ab ca. Seite 200 nimmt der Thriller wieder an Fahrt auf und entfaltet eine Art Sogwirkung, die es dem Leser schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.

Für Thrillerleser, denen es nicht auf blutige Szenen sondern eher auf einen psychologisch spannenden Plot ankommt, kann ich dieses Thrillerdebüt empfehlen. Ich wünsche euch schaurig schöne Lesestunden.


Weitere Rezensionen zum Buch findet Ihr auch auf den Blogs unserer #mädelswaldtour

bei Sabine von Niliversum
bei Heike von Irve liest
bei Ronja von Bücherstöberecke




1 Kommentar:

Irve hat gesagt…

Huhu Anja, ich freue mich auch auf "mehr" dieser Autorin!!
LG Heike