Montag, 20. Februar 2017

Rezension "Hier musst du glücklich sein" vonl Lisa Heathfield - Carlsen Verlag


Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Carlsen (22. Dezember 2016)
Sprache: Deutsch
übersetzt von Birgit Schmitz
ISBN-10: 3551583382
ISBN-13: 978-3551583383
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Seed
D: 16,99 Euro




Inhalt:


Eine kleine Gemeinschaft, abgeschottet von der Welt. Hier ist Pearl aufgewachsen und hier fühlt sie sich sicher, denn ihr Oberhaupt Papa S. beschützt sie alle vor der vergifteten Welt da draußen. Doch als sich der gleichaltrige Ellis und seine Familie ihrer Gemeinschaft anschließen, wird Pearls Weltbild auf die Probe gestellt: Ellis wächst Pearl täglich mehr ans Herz – und er scheint nicht an die Lehren von Papa S. zu glauben! Langsam wird auch Pearl klar, dass sie fliehen müssen, um sich zu retten …
Quelle: Carlsen Verlag



Die Autorin:


Lisa Heathfield hat lange als Lehrerin gearbeitet und liebt es, Jugendliche zum Lesen zu animieren. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Söhnen in Brighton. »Hier musst du glücklich sein« ist ihr erstes Buch.
Quelle: Amazon



Rezension:


Abgeschottet von der Außenwelt und moderner Errungenschaften, im Einklang mit der Natur und aufgehoben im Schoße einer engen kleinen Gemeinschaft, so ist Pearl aufgewachsen. Dies ist ihre Welt und hier fühlt sie sich sicher. Pearl und die anderen Kinder kennen nichts anderes. Sie können nicht vergleichen und glauben alles, was die Erwachsenen ihnen erzählen. Papa S. ist ihr großes Vorbild und seine Liebe der schönste Lohn. Niemand stellt sein Handeln in Frage, fast niemand...

Die Kinder wachsen zwar unter strengen Regeln, aber dennoch relativ frei in der ihnen bekannten Welt auf. Sie werden geliebt und fühlen sich einander sehr verbunden. Saat scheint das Paradies zu sein...

Wir sind sehr schnell dabei, andere Menschen zu verurteilen. Wir fragen uns, wie es sein konnte, dass sie - wie in diesem Fall - einem Sektenführer dermaßen bedingungslos folgen konnten, dass sie im schlimmsten Fall mit ihm sogar ohne Gegenwehr in den Tod gehen würden. Beispiele hierfür gibt es in der Geschichte leider viele. Und genau das macht "Hier musst du glücklich sein" so erschreckend real, greifbar und möglich. Es ist bedrückend, wie die Menschen in Saat ausgebeutet und manipuliert werden.

Papa S. ist sehr Charismatisch und weiß, wie er andere Menschen manipulieren kann. Ihm geht es einzig um Macht, psychologische Beeinflussung und die Bestätigung seines Egos. Die Frauen in Saat kamen alle als Kinder dort an und wuchsen mit den Ideologien der drei herrschenden Männer auf. Die Kinder wiederum kennen kein anderes Leben. Was sollten sie vermissen, woran Kritik üben? Wer sollte hier nicht glücklich sein?

Doch auch die Jugendlichen in Saat haben mit den Gefühlsschwankungen und Problemen der Pubertät zu kämpfen. Kate ist eine Rebellin und die Erste, die in den wenigen Momenten, in denen sie einen Blick auf die Außenwelt von Saat werfen darf, zu ahnen beginnt, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Ganz tief in sich fühlt sie, dass es da noch wesentlich mehr gibt, als ihre kleine Gemeinschaft. Sie ist wie ein Vogel der flügge wird und das Nest verlassen möchte.
Als dann auch noch Ellis mit seiner Familie nach Saat kommt, verändert sich alles. Sein Einfluss ist bald überall spürbar. Pearl beginnt zaghaft, aber unaufhaltsam, ihr bisheriges Leben in Frage zu stellen. Sie entwickelt sich jedem Tag, den sie Ellis Gesellschaft verbringt, ein Stückchen weiter. Nicht unerheblich hierbei sind die ersten zarten Bande der Liebe, die beide zueinander knüpfen. Ellis wird zum Held in dieser Geschichte.

Dabei lässt uns Lisa Heathfield die Ereignisse mit Pearls Augen betrachten. Ihre innere Zerrissenheit ist förmlich spürbar. Sie ist naiv und weltfremd. Dennoch kann sich Pearl vor den Veränderungen nicht verschließen und beginnt Fragen zu stellen. Ihr Blick wird kritischer. Manchmal möchte man sie stupsen, dann wieder in den Arm nehmen und trösten. Letztendlich fällt ihre heile Welt wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Wir lernen gemeinsam mit Pearl zu verstehen.

Ich habe mit den Protagonisten gebangt, gehofft und gelitten. Ich war wütend, frustriert und dennoch war da immer ein Fünkchen Hoffnung. Der Schluss war sehr rasant, schlüssig und dennoch gab es einen Punkt, den ich nicht ganz nachvollziehen konnte. Die Antwort auf diese eine spezielle Frage blieb mir die Autorin leider schuldig. Allerdings handeln Menschen eben gerade in Extremsituationen nicht nach den Regeln der Logik. Mehr möchte ich darauf nicht eingehen, da ich sonst zu viel verraten müsste.

Nur so viel, ein befriedigendes Happy End konnte und wird es nicht geben. Auch wenn mich einige der Ereignisse traurig zurück ließen, bin ich froh, dass Lisa Heathfield den Schluss so und nicht anders gestaltet hat. Es bleiben viele Fragen offen, aber als Leser verlässt man Saat dennoch mit einem Gefühl der Hoffnung.


Samstag, 18. Februar 2017

Rezension "Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens" von J. Ryan Stradal - Diogenes Verlag


Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Diogenes; Auflage: 2 (24. August 2016)
Sprache: Deutsch

übersetzt von Anna-Nina Kroll
ISBN-10: 3257069758
ISBN-13: 978-3257069754
Originaltitel: Kitchens of the Great Midwest
Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2,7 x 18,8 cm
D: 24,00 Euro





Inhalt:

Eva Thorvalds Kochkunst ist legendär: Für einen Platz bei einem ihrer Pop-up-Dinner zahlt man vierstellige Beträge und wartet mehrere Jahre. Für Cynthia Hargreaves jedoch geht es dabei um mehr als bloße Gaumenfreuden, es ist ihre einzige Chance, um einen schrecklichen Fehler wiedergutzumachen. Eine Geschichte über die Familie, die man verliert, Freunde, die man findet, und Zufallsbekanntschaften, die ein ganzes Leben bestimmen.
Quelle: Diogenes Verlag





Der Autor:


J. Ryan Stradal, geboren 1975, wuchs in Hastings, Minnesota, auf. Er studierte Film, Fernsehen und Radio an der Northwestern University. Seitdem erschienen seine Kurzgeschichten in zahlreichen Zeitschriften und Magazinen. Er selbst ist Lektor, Redakteur bei einem Literaturmagazin und Produzent von Fernsehserien für VH1, MTV, Discovery und History Channel. J. Ryan Stradal lebt in Los Angeles, Kalifornien.
Quelle: Diogenes





Rezension:


Meine gelesenen Bücher drehen sich letzter Zeit irgendwie immer um Essen. Was mir das wohl sagen sollte...

Nach Holundergelee, Schokolade und Pralinen, bewegen wir uns heute in der exotischen Küchenwelt mit all ihrer Schärfe. Vor bestimmten Chiliarten seid gewarnt.
Dabei ist in dieser Geschichte erneut der Dreh- und Angelpunkt nicht so sehr das kulinarische Essen selbst. Es geht um menschlichen Beziehungen, Entwicklung einer Familie und deren Zusammenspiel im Verlauf eines Lebens. Wir erleben, wie prägend Begegnungen sein können und uns beeinflussen.

Einzelne Episoden aneinandergereiht und über einen Zeitraum von vielen Jahren verteilt, erscheinen auf den ersten Blick als ein loses Zusammenspiel von Momentaufnahmen. Die sehr unterschiedlichen Protagonisten haben dennoch immer wieder eines gemeinsam - Eva Thorwald. Eva´s Existenz beeinflusst von Geburt an nachhaltig das Leben unzähliger Menschen und auch das Ihre wird von ihnen geprägt. Oft steht sie nicht direkt im Mittelpunkt der Ereignisse, ihre Präsenz ist dennoch immer spürbar. 
Erst ganz zum Schluss laufen alle Fäden an einem Punkt zusammen und Lücken werden geschlossen. 

Zwischendurch und fließend in die Handlung eingearbeitet finden sich verschiedene Rezepte, die durchaus zum Nachmachen einladen.
In einem Kapitel fühlte ich mich an den Film "Ratatouille" erinnert. Gekonnt zeigt uns der Autor, dass bei all der Vielzahl an exotischen Superspeisen, die einfache schlichte Hausmannskost noch immer den eigentlichen Genuss bedeutet. Der Geschmack eines einfachen Gerichtes, ohne modernen Schnickschnack, weckt Erinnerungen in uns und vermittelte so das wahre Gefühl von Zufriedenheit nach einem gelungenen Essen.

Die gewählte Erzählform vom J. Ryan Stradal war stellenweise gewöhnungsbedürftig, aber dennoch faszinierend und er konnte mich immer wieder zwischen die Seiten bannen. Der Autor fordert seine Leser.  "Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens" ist kein Buch, das man nur einfach nebenbei liest. Es gibt eine Vielzahl von Informationen, denen ich während des Lesens nachgegangen bin. Seien es die verschiedenen Arten von Chilischoten oder andere Zutaten, von denen ich vorher noch nie gehört hatte oder einfach nur Orte und Gegenden. Als Leser muss man sich einfach mit den Eigenheiten des Landes und seiner Menschen auseinandersetzen. 

Wir erleben die Mentalität des Mittleren Westens hautnah und erhalten einen Einblick in das Leben recht unterschiedlicher Gesellschaftsschichten. 
Die einzelnen Charaktere werden intensiv und plastisch herausgearbeitet. Hierbei beweist der Autor sein feines Gespür für die Mentalität der Menschen im Mittleren Westen und nimmt uns mit auf eine besondere Entdeckungsreise.

Die Geschichte von Eva Thorwald zeigt, was man mit einem gewissen Talent, einer Vision, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit erreichen kann. Ganz egal welcher Herkunft jemand ist, die Welt steht uns offen und wir sollten unseren Träumen folgen. 


Dienstag, 14. Februar 2017

Rezension "Die Frauen der Rosenvilla" von Teresa Simon - Heyne Verlag






Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453471318
ISBN-13: 978-3453471313
D: 9,99 Euro






Inhalt:



Im Garten der Villa verbirgt sich ihr Geheimnis ...

Anna Kepler, Erbin einer alten Schokoladendynastie, hat gerade ihre zweite Chocolaterie in der Dresdner Altstadt eröffnet. Auch die Familienvilla hat Anna wieder in Familienbesitz gebracht. Als sie den legendären Rosengarten, der der Villa einst ihren Namen gab, neu anlegt, stößt sie auf eine alte Schatulle. Sie enthält das Tagebuch einer Frau, die vor hundert Jahren in der Villa gelebt hat. Doch Anna hat noch nie von dieser Emma gehört und begibt sich auf Spurensuche. Dabei stößt sie auf ein schicksalhaftes Familiengeheimnis ...
Quelle: Amazon




Die Autorin:



Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.
Quelle: Amazon




Rezension:



Ein Buch so schön, dass man darin versinken und nie wieder auftauchen möchte…

So ging es mir mit den Frauen der Rosenvilla. Ich habe immer davon geträumt, in einem verborgenen Winkel auf dem Dachboden oder im Keller, geheime Unterlagen, Tagebücher etc. zu entdecken. Familiengeschichte ist etwas Faszinierendes und viel zu oft kennen wir nur Bruchstücke aus dem Leben unserer Großeltern oder Urgroßeltern. Weiter zurück werden kaum Erinnerungen weitergegeben und sind für immer verloren.

Anna hat Glück. Tief vergraben im Rosengarten findet sie eine Schatulle mit Tagebuchaufzeichnungen dreier Generationen von Frauen, die in der Rosenvilla gelebt haben. Nach und nach lassen sich die einzelnen Seiten ihren früheren Eigentümerinnen zuordnen und wir verfolgen drei Schicksale, nein eher noch mehr, über einen Zeitraum von über 100 Jahren hinweg. 


Nicht immer ist die Aufdeckung eines Geheimnisses mit Leichtigkeit und Freude verbunden. Doch hier es geht vor allem um Liebe und das Leben selbst, mit all seinen Widrigkeiten. Starke Frauen meistern ihren Alltag in unsicheren Zeiten. Manch eine zerbricht an ihren Gefühlen, Träume zerplatzen wie Seifenblasen und doch finden alle in ihrem Leben auch einen Ruhepol und ihren inneren Frieden. Diesen recht unterschiedlichen Frauen ist eines gemein, sie lieben ihr Zuhause, die Rosenvilla, ihre Familie und vor allem ihre Kinder. 

Und nicht zu vergessen, in ihrem Umfeld dreht sich irgendwie immer alles um Schokolade.
Ja, im Buch geht es um so etwas Wunderbares wie Rosen und Schokolade, gewürzt mit einem Hauch Leidenschaft. Ich hatte fast den Duft der Rosen in der Nase und rein virtuell habe ich beim Lesen etliche Kilo Pralinen verspeist und beides genossen. 

Die geschichtlichen Hintergründe, die mit der Herstellung von Schokolade, deren Entwicklung und auch den geschmacklichen Variationen einhergehen, waren ebenso spannend, wie die eigentliche Geschichte der Frauen der Rosenvilla.



Dieses Buch zu lesen, gleicht einer Reise in die Vergangenheit und durch die Geschichte Dresdens.
Doch es ist auch eine Reise durch die Unbilden der deutschen Geschichte und zeitlicher Umbrüche. So nah am Leben, authentisch und fesselnd, dass man sich auch nach 448 Seiten nicht von den liebgewonnenen vielschichtigen Charakteren verabschieden möchte. Die Frauen der Rosenvilla sind energisch, folgen ihren Träumen, benehmen sich manchmal ein wenig verrückt und haben vor allem ein großes Herz. Sie lieben mit Leidenschaft und kämpfen für das, was sie lieben. Diese Geschichte rührt das Herz und ist schön und traurig zugleich. Ihr werdet mit ihnen lachen und weinen und Euch einfach nur wohl fühlen.

Am Ende fügen sich alle Bausteine zu einem großen Ganzen und wir verstehen, was am Anfang passierte und alle weiteren Generationen auf die ein oder andere Art und Weise beeinflusste.

Der schokoladigen Verführung, die einem immer wieder auflauert, vermischt mit dem Duft der Rosen kann man nicht widerstehen. Und wer nicht einfach nur in der Fantasie genießen möchte, auf den warten zum Abschluss noch ein paar verführerische Likör- und Pralinenrezepte.



Wer weiter in den Welten, die Teresa Simon erschafft verbleiben möchte, dem lege ich "Die Holunderschwestern" wärmstens ans Herz.

Samstag, 11. Februar 2017

Rezension "Der Regenbogenfisch lernt verlieren" von Marcus Pfister - NordSüd Verlag



Hardcover / 21,5 x 28,7 cm / 32 Seiten 
ab 4 Jahren
Verlag: NordSüd Verlag (10.02.2017)
Durchgehend farbig illustriert
ISBN: 978-3-314-10381-0
D 16,00 / € A 16,50 / CHF 20.904-10381-0





Inhalt:


... ein neues Abenteuer

Der Regenbogenfisch verliert beim Versteckspiel. Da bricht er das Spiel ab und lässt die anderen Spieler ratlos zurück. Zum Glück steht ihm seine Freundin Rotflosse zur Seite.
Quelle: Nord-Süd Verlag



Der Autor und Illustrator:


Marcus Pfister wurde 1960 in Bern geboren. Nach der Kunstgewerbeschule in Bern und einer anschließenden Grafiker-Ausbildung arbeitet er von 1981 bis 1983 in einer Werbeagentur. 1984 machte er sich selbstständig. »Die müde Eule« war Marcus Pfisters erstes Bilderbuch bei NordSüd und erschien 1986. Der Durchbruch als Bilderbuchautor gelang ihm 1992 mit »Der Regenbogenfisch«. Die Bücher von Marcus Pfister wurden international mehrfach ausgezeichnet und in rund 50 Sprachen übersetzt. Der Autor und Illustrator lebt mit seiner Familie in Bern.
Quelle: Nord-Süd Verlag


Rezension:


Wir wollen immer weiter und höher hinaus als alle anderen vor uns. Unsere Kinder sollen die der Nachbarn überflügeln. Besser, schneller möchten wir sein und vor allem immer gewinnen. Doch ist es eigentlich wichtig immer zu gewinnen oder ist es der Weg zum Ziel, den wir im Auge behalten sollen? Nicht immer ist es entscheidend, als erster anzukommen. Der Spaß und das, was wir unterwegs lernen konnten, sind viel wichtiger. Die Freude am Erreichten ist befriedigender als jeder erzwungene Sieg.




Der Regenbogenfisch feiert in diesem Jahr bereits seinen 25. Geburtstag. So viele Generationen haben im Unterwasserland gemeinsam mit ihm und seinen Freunden Abenteuer erlebt. 

Happy Birthday kleiner Glitzerfarbenfisch.

Auch unser Regenbogenfisch möchte beim Spiel mit seinen Freunden gewinnen und wird doch vom kleinsten der Fische überrundet. Im ersten Moment ist er traurig und eingeschnappt. Jedoch ist allein sein auch nicht so toll. Mit Hilfe seiner Freunde erkennt der kleine Regenbogenfisch, wie schön das Versteckspiel an sich ist und es gar nicht darauf ankommt, besser als die anderen zu sein.

Wieviel Freude es doch macht, wenn jeder einmal gewinnen kann und die alle anderen sich mitfreuen können. Gemeinsam Spaß sowie gute Freunde an seiner Seite zu haben und zusammen etwas zu unternehmen, das ist es, worauf es ankommt.



Farbenfrohe Zeichnungen, die auch ohne Worte ihre Botschaft übermitteln und kindgerechte Texte prägen dieses neue Abenteuer des Regenbogenfisches. Eine Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt und ein wunderbar buntes und lehrreiches Erlebnis für die ganze Familie.

Zum Geburtstag hat der Regenbogenfisch eine eigene Website bekommen und freut sich über Euren Besuch.




Montag, 6. Februar 2017

***Auslosung*** zu "Die Poesie des Tötens"



***Gewinnauslosung***


Zuerst möchte ich Euch für all die tollen Buchvorschläge danken. Meine Wunschliste hat in den letzten Tagen um einiges zugenommen.

Hier haben sich viele Thrillerfans versammelt und ich habe heute jede Menge Lose gefaltet. Meine persönliche kleine Glücksfee hat gerade einen Namen aus dem Lostopf gezogen.





Das Printexemplar von "Die Poesie des Tötens" geht an:


** Andi **


Herzlichen Glückwunsch! Ich sende Dir auch gleich noch eine Mail. Das Buch wird direkt vom Verlag zugeschickt. Viel Spaß beim Lesen mit Gänsehautfeeling.

Alle anderen, bitte nicht traurig sein. Vielleicht konntet ihr ja auch ein paar neue Leseinspirationen mitnehmen.




Sonntag, 5. Februar 2017

Rezension "Señora Gerta: Wie eine Wiener Jüdin auf der Flucht nach Panama die Nazis austrickste" von Anne Siegel - Europa Verlag



Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Europa Verlag; Auflage: 1 (19. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3958900518
ISBN-13: 978-3958900516
D: 18,99 Euro






Inhalt:


Spannender als jeder Roman: Die unglaubliche Lebensgeschichte der 100-jährigen Gerta Stern

Ein wahres Abenteuer von großer Liebe, grenzenloser Unerschrockenheit und selbstlosem Heldenmut: Gertas Leben verspricht Ruhm und Reichtum. Als Tochter einer der bekanntesten jüdischen Familien Österreichs avanciert die Schauspielerin zum IT-Girl im Wien der 20er-Jahre. Mit der Heirat des Profifußballers Moses Stern scheint ihr Glück vollkommen. Doch angesichts der wachsenden antijüdischen Stimmung beschließt das junge Paar, Österreich zu verlassen. In Hamburg warten sie verzweifelt auf das Eintreffen ihrer Visa nach Südafrika, da wird Moses verhaftet und in ein Konzentrationslager verschleppt.

Todesmutig marschiert Gerta ins Gestapo-Hauptquartier. Zu allem entschlossen setzt sie ein, was ihr geblieben ist: ihr Schauspieltalent! Während Moses schwer verletzt aus dem KZ freikommt, findet Gerta aus Versehen einen Komplizen, der sich nach außen als Nazi gibt. Herr Otto von der Shipping Company »Norddeutscher Lloyd« riskiert sein Leben, um Gertas und Moses' Flucht nach Panama vorzubereiten. Heute ist »Señora Gerta«, wie sie in Panama City ehrfürchtig genannt wird, die wohl quicklebendigste 100-Jährige der Welt. Und die Journalistin Anne Siegel hat ihr ein ungewöhnliches Geschenk gemacht: In monatelanger Recherche spürte sie die Identität des hochgewachsenen Deutschen auf, den Gerta nach ihrer erfolgreichen Flucht all die Jahre gesucht hatte.
Quelle: Amazon



Die Autorin:


Anne Siegel wurde in Norddeutschland geboren und wuchs dort auf dem Land auf.

Nach dem Studium der Volkswirtschaft, Sozialwissenschaften und Psychologie lebte und arbeitete sie in England, Israel und in den Niederlanden, war Dozentin, Werbetexterin, Ghostwriterin für Politiker und Kabarettisten.
Sie war außerdem Comedy-Autorin fürs deutsche Fernsehen.

Heute lebt sie in San Francisco und Köln und arbeitet als Journalistin und Hörspielautorin für öffentlich-rechtliche Sender in Deutschland, sowie als Drehbuchautorin und Dokumentarfilmerin für US-Produktionen.
Quelle: Amazon


Rezension:


Zu Geburtstagen, zum Jahreswechsel und allen möglichen Gelegenheiten wünschen wir uns neben Gesundheit ein langes erfülltes Leben. Doch was, wenn ein Menschenleben auf einmal weniger Wert ist, als das eines Hundes. Das Leben des Einzelnen von einer Sekunde zur anderen ausgelöscht werden kann? Was, wenn tausende von Kindern keine Zukunft haben werden, nicht erwachsen werden dürfen?  

Gerta Stern hat diese Zeit überlebt. Sie konnte mit einem Teil ihrer Familie fliehen und sich ein neues Leben aufbauen. Trotz aller Widrigkeiten des Lebens hat sie nie aufgegeben und sich ihre Lebensfreude bewahrt. Señora Gerta wie sie in ihrer neuen Heimat genannt wird, blickt auf ein bewegtes Leben zurück. Mit diesem Buch dürfen wir an ihrer beeindruckenden Lebensgeschichte teilhaben. Es ist ein ganz besonderes Buch, da die darin geschilderten Erinnerungen aus erster Hand stammen. Im Gegensatz zu vielen Personen aus Büchern über den Holocaust und "Gegen das Vergessen" ist Gerta Stern noch sehr lebendig und für ihre über 100 Jahre sehr agil.


© Rohwer Deutsche Botschaft Panama


Gerta hat in ihrem langen Leben das größte Glück, aber auch große Verluste erlitten. Es wäre gelogen, wenn wir nicht erfahren würden, dass einige Erlebnisse sie beinahe niedergeworfen hätten. Doch wir haben hier eine bemerkenswerte Frau vor uns, die sich immer wieder aufrappelte und noch heute eine enorme Kraft ausstrahlt.

Das schauspielerische Talent wurde ihr in die Wiege gelegt und niemand konnte ahnen, dass ihr dieses einmal das Leben retten würde. Doch beruflich sollte sie andere Wege einschlagen. Auch wenn es ihr eigentlich nicht gefiel, folgte sie dem Weg, den ihre Mutter für sie aussuchte. Die Ausbildung zur Kosmetikerin war ein Glückstreffer und ebnete ihr später den beruflichen Einstieg. Sie ging in diesem Beruf auf, der nicht nur zu ihrem Broterwerb wurde, sondern eine Leidenschaft. Noch heute liebt sie es, in ihrem Salon zu arbeiten.




Doch es gab eine Zeit, da blickten Gerta und ihr Mann in eine düstere Zukunft. Als Juden, gefangen zwischen Österreich und Deutschland, verzweifelt wartend auf die notwendigen Ausreisepapiere, schlug das Schicksal zu. Moses Stern wurde verhaftet und in das KZ Sachsenhausen deportiert. Jeder andere hätte spätestens hier aufgegeben. Doch nicht Gerta. Mit jugendlichem Optimismus und dem Mut der Verzweifelten wagte sie sich in das Hamburger Gestapo-Hauptquartier und spielte die Rolle ihres Lebens. Trotz dieser gefährlichen Situation entbehrt die hier beschriebene Szene nicht einer gewissen Komik.
Das Glück und die Zeit waren auf ihrer Seite. Hilfe von unerwarteter Seite öffnete ihnen den Weg in die Freiheit. Panama wir ihre neue Heimat. Ihrem Helfer, Herrn Otto, konnte sie bis heute nicht ausfindig machen und hätte ihm so gern für seine Unterstützung gedankt.

Gerta strahlt Charme und Herzlichkeit aus. Sie hat eine Art, die die Menschen verzaubert. Diese besondere Gabe und ihr unerschütterlicher Mut rettete sie mehrfach aus gefährlichen Situationen. Sie blickt auf ein aufregendes turbulentes Leben zurück, immer wieder dankbar, dieses Leben leben zu dürfen.


Gerta Stern und Anne Siegel - © Rohwer Deutsche Botschaft Panama


Anne Siegel hat ein großartiges Buch geschaffen, das unter die Haut geht. Aus jeder Zeile spricht ihre Verbundenheit mit Gerta Stern. Ein wundervolles Buch über eine bemerkenswerte Frau, die so unvergessen bleiben wird.


*** GEGEN DAS VERGESSEN ***



Freitag, 3. Februar 2017

*** Pixibuch-Challenge 2017 - Part 1 ***

Es müssen nicht immer große schwere Wälzer sein, um das Leserherz zu beglücken. Seit vielen Jahren begleiten uns nun schon die Pixi-Bücher aus dem Calsen Verlag. Ob als kleines Geschenk für zwischendurch, Beigaben im Osterkörbchen oder Nikolausstiefel, zaubern diese Büchlein immer wieder ein Lächeln in die Gesichter unserer Kinder. Und auch ich liebe sie noch heute. 

Nun hat Miri von Geschichtenwolke zu einer

Pixibuch-Challenge 2017 

aufgerufen.

Bis zum 31.10.2017 werde ich Euch daher viele dieser schönen Bücher einmal kurz vorstellen. Da ich zwei Lesemäuse im passenden Alter (bald 5 und 9 Jahre) als Unterstützung bei mir habe, wird es sicher eine kunterbunte Auswahl für alle geben. Alexander und Tiffany freuen sich schon auf die Neuzugänge in ihren Bücherregalen. Wir kaufen immer gerade nach Lust und Laune, haben natürlich auch ein paar Favoriten, die ihr bald kennen lernen dürft.

Derzeit lieben meine beiden Büchermäuse alle Geschichten von Connie und Lauras Stern. So kommt gerade einmal kein Streit über die Gute-Nacht-Geschichte auf. Wir lesen nämlich unsere Bücher vor allem abends vor dem Schlafengehen gemütlich aneinander gekuschelt im Bett. Da kann die „Große“ nun auch schon ihrem Bruder selbst ein paar Seiten vorlesen. Eine wundervolle Zeit, die leider viel zu rasch dahinfliegt.

Zum Auftakt der Challenge hat mir Miri ein wundervolles Pixi zugeschickt.

„Der glückliche Löwe“ lebt zufrieden im Tierpark und alle mögen ihn. Als er jedoch eines Tages einen Ausflug in die Stadt wagt, schrecken die Leute vor ihm zurück. Der Löwe ist ganz durcheinander. Einzig, ein kleiner Junge hat keine Angst und wird am Ende der beste Freund des glücklichen Löwen. 


Pixi-Serie 239 / Nr. 2169
· Verlag: Carlsen
· Sprache: Deutsch 
ISBN-13: 978-3-551-05092-2 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre
· D: 0,99 Euro

Lustige Zeichnungen teils in bunt, teils in schwarz-weiß untermalen die einzelnen Textpassagen. Eine wundervolle rührende Geschichte darüber, wie unsere Wahrnehmung von äußeren Umständen anhängig ist. Schon die ganz Kleinen werden ihre Freude daran haben. 


*****

Zu den Pixi-Reihen gehören aber auch die im Format ein wenig größeren Ausgaben. Zu meinen liebsten Büchern gehören die des kleinen Igels. Daher möchte ich Euch ein Buch hiervon heute noch ans Herz legen. Es gibt eine ganze Serie mit den Abenteuern des kleinen Igels und seiner Freunde.

„Der kleine Igel und die Sternschnuppen“ 

Als der kleine Igel eines Nachts einen wahren Sternschnuppenregen vom Himmel fallen sieht, macht er sich gemeinsam mit seinen Freunden auf die Suche nach einem schönen Platz, um dieses Schauspiel bewundern zu können. Auf dem Weg ist plötzlich der kleine Hase verschwunden. Was ist passiert? 

Taschenbuch: 24 Seiten
Verlag: Carlsen 2015
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-551-04220-0
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 36 Monate - 6 Jahre
Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 14,8 x 0,2 cm 
D: 1,99 Euro




Liebevolle niedliche Bilder und eine kurzweilige Geschichte erwarten Euch hier. Mir wird hier immer ganz war ums Herz. Ein schönes Buch über Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt. Wie wundervoll ist es doch ein Erlebnis mit Freunden zu teilen und gemeinsam erleben zu dürfen.

*****

Eine Gefahr bei solch dünnen Büchlein besteht allerdings darin, dass sie auch gern verlegt werden und wir das ein oder andere Buch später unter dem Sofa, dem Bett oder den Schränken hervorholen mussten. Eigentlich sollten sie ja ordentlich im Regal aufbewahrt werden, doch irgendwie reißen sie immer wieder aus. 

Wie macht ihr das mit Euren Pixis? Haben sie einen festen Platz im Buchregal und lassen Eure Kinder sie auch gern einmal überall in der Wohnung liegen?